Lead & Follow auf den Kopf gestellt? – Podcast Episode #32

Der Mann führt, die Dame folgt.”
Dieser Mythos hält nach wie vor stand…

Wieso soll man jetzt daran rütteln? Es hat sich doch seit Jahren bewährt.
Was ist an dieser Aussage also falsch?
Diese Aussage sagt viel und nichts aus.
Sie steht aber auch für ein fixes Mindset, das wir in dieser Episode ein wenig durchrütteln wollen.

In dieser Episode brechen wir mit diesem Mythos und bieten eine Alternative, die mitunter auch DIE Basis unserer Ehe ist!
Nicht mehr und nicht weniger!

Dance, Lead, Follow And Make A Difference

Ähnliche Beiträge

Rückmeldungen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

  1. Jaaaa dieser Podcast ist für mich als West Coast Tänzer (Ich tanze Leader und Follower) natürlich wie auf den Leib geschnitten. Die Welt des West Coast Swing hat mir eine Tanzwelt eröffnet die ich zuvor nie für möglich gehalten hätte.
    1. Als ich im Welttanzprogramm Tanzen (das ist viele Jahre her) lernte gab es nur Herr führt, Dame folgt. Auch ich bin mit diesem Weltbild groß geworden (Leider).
    2. Als ich West Coast Swing gelernt habe ist mein komplettes Weltbild zusammengebrochen und nicht nur das Tanzweltbild – Schluchtz … und tatatata … das war das beste was mir passieren konnte. Da gab es plötzlich nicht mehr Dame und Herr sondern Follower und Leader egal welches Geschlecht. Bäng ! Hammer was für eine Erfahrung als ich dann Follower lernte und beides tanzen konnte mit Männern und Frauen egal ob die Leader oder Follower tanzten. Das hat allerdings auch 3 Jahre gedauert bis ich Follower anfing. Da West Coast Swing von Anfang an vermittelte das es auf das Führen und Folgen ankommt damit der Tanz funktioniert (bei ständig wechselnden Partnern) war das für mein Tanzen bahnbrechend aber auch Egobrechend (zugegeben hat sich mein EGO da anfangs gewehrt). Was sich dann für Möglichkeiten ergeben haben an Kreativität hat mich fasziniert. Je mehr ich den Followern zugehört und denen Freiräume gegeben habe um so erstaunter war ich was das für ein Tanzen wurde. Klasse ! Es ist aber auch in dem Tanz die Möglichkeit gegeben nicht nur Figur an Figur zu tanzen sondern Musik zu vertanzen (in den Freitanzphasen/Beatdrop) Das kannte ich so nicht.
    Wie man hier unschwer erkennen kann bin ich sehr leidenschaftlich mit dem Tanz verbunden. Daher jetzt mal eine Frage.
    Wie kann das alles an Lead und Follow auch in anderen Tänzen funktionieren?
    Ich meine Ballroom oder Latein. Bei festen Folgen im Turnier oder Hobbykreis denke ich ist das nicht gemeint oder doch ?
    Beim Socialdancing denke ich hast du das gemeint Dado denke ich. Da könnte ich es mir bei offenen freien Tänzen denken wie Salsa / Bachata.
    Ich schreib es mal so. Bei den bisherigen Tänzen sah ich den Freiraum nur an den Stellen wo Follower ein ” Ladystyling ” einbauen können. Ladystyling wird ja auch öfter mal in Workshops angeboten Menstyling sehe ich begrenzt angeboten. Das Styling wiederumg wäre für mich kein wirkliches Lead & Follow da Styling meines Wissens ja nicht geführt wird. So jetzt wird es gefährlich weil ich mit meinem tänzerischen Halbwissen mich auf Glatteis begebe – hahahaha.
    Aber es geht hier ja auch darum mal zurückzuschreiben was man mit dem Podcast anzufangen weiß oder denkt.
    So zum Schluß noch eine Anregung, falls es so eine Art Podcast nicht schon gibt würde ich gern mal was über das Thema hören:
    Fester Tanzpartner versus wechselnder Tanzpartner (Vorzüge und Eigenheiten dieser Tanzkultur) Da geht es ja um Dinge wie mit wechselndem Tanzpartner lernt man schneller Führen. Mit dem eigenen Tanzpartner blamiere ich mich wengstens nicht … usw.
    War nur mal so eine fixe Idee von mir an dich Dado.
    So jetzt aber ..
    Das wars von mir und vielen Dank an die immer spannenden interessanten Podcasts von dir die mich immer wieder noch mal anders auf Tanzthemen schauen lassen.
    Bis demnächst liebe Grüße Thilo. 😉

    1. nochmals hi Thilo 🙂
      … sehr interessant was du schreibst. Die Kommentare der Grippe wären wirklich nochmals ein Gewinn.
      Auch bei mir hat sich der WCS positiv auf mein Tanzleben aber auch alle anderen Tänze ausgewirkt. In unserer Tanzschule gibts 1 x / Woche eine Tanzparty mit Lateinrunde- Standardrunde – WCS – Salsa – dann gehts wieder vorne los… Ich denke bei Latein gehts noch leichter aus den starren Figurenschema auszubrechen. Gerade die ChaCha gibt auch Möglichkeiten für Breaks. Bei offenen ChaCha Figuren nebeneinander, mach ich manchmal einfach Bodymoves / wave / oder setze meine Partnerin mit wenig Bewegung in Szene. Ich glaub nicht dass das offizielle ChaCha moves sind, ist mir aber egal, macht dann riesig Spass. Ich versuch halt nicht zu übertreiben um nicht negativ auf der Tanzfläche aufzufallen.
      Bei Standard ist es schon schwieriger denk ich …. ?
      lg !

      1. Richtig so, lieber Florian!
        Was bedeutet überhaupt “offizielle Cha Cha Figuren”? Das wäre erst interessant!
        Cha Cha Cha hat man schon lange vor dem Welttanzprogramm getanzt und das ziemlich frei und natürlich!
        Ein wenig etwas von dieser Natürlichkeit könnte das gesamte Latein “Programm” ruhig vertragen! 😉
        Weiter so!
        Bei Standard macht es die “Schwerkraft” der engen Tanzhaltung sicherlich deutlich schwieriger, aber da geht auch noch so viel mehr, als die meisten glauben, dass sie “dürfen”… 😉

    2. Danke, lieber Thilo für deine wertvolle Gedanken und Fragen!
      Es freut mich, dass dich der Podcast anregt und dass du einen neuen Blick auf das Social Dancing dadurch entwickeln kannst. 😉
      Lead & Follow im modernen Sinne (wie ich es in dieser Folge beschrieben habe) kann sehr gut in allen anderen Tanzstilen funktionieren, allerdings nur dann wenn der Tanz im Moment entsteht.
      Wenn es eine fixe Folge gibt, entfällt der gesamte Freiraum! 🤷‍♂️
      In der heutigen Episode haben Conny und ich gerade darüber gesprochen, dass wir Makro Musicality (Phrasing und Charakter) beim INTAKO letzte Woche unterrichtet haben und es war ein Riesen Erfolg und hat vielen Tanzlehrer*innen Augen aufgemacht!
      Du wirst alle Details bei unserem kommenden Intensive im SDA Premium Programm kennenlernen, hehe! 😬
      Das Styling ist für mich eine Konsequenz des “Extraraumes” während wir tanzen. Je mehr wir diesen Freiraum für uns selbst und unseren Partner wahrnehmen und auch schaffen, desto mehr Möglichkeiten für unseren persönlichen tänzerischen Ausdruck.
      Diese Momente des Stylings sollten nicht auf Kosten der Connection und des Flows passieren. Im Idealfall zumindest…
      Also, mit diesem im Podcast beschriebenen Zugang zum Lead & Follow ist Styling eine natürliche Folge, aber kein Muss…
      Vielen Dank für deinen Vorschlag für das Podcast Thema! Das ist tatsächlich ein gutes und auch ein aktuelles Thema, da die Tanzflächen voller werden und Partnerwechsel (auch im Unterricht) wieder aktuell wird…
      Alles Liebe,
      Dado

  2. Lieber Dado,
    scheint als hätten wir langsam ein Licht am Ende des Tappens im Dunklen, forscht gerne weiter in dieser Richtung.

    Hinweis: Dass sich der Leader an das anpasst, was der Follower tut, ist ganz normal, war schon immer so und hat nichts zu tun mit einer Umkehrung der Lead/Follow-Relation. Sich nicht anzupassen wäre einfach nur ein Mangel an Aufmerksamkeit bzw. “Blindheit”.

    Hinweis Nr. 2 / Tipp zum weiteren Nachdenken: Der Dialog, das Gespräch, findet erst dort statt, wo der Freiraum gegeben ist, von dem du sprichst. Ohne diesen Freiraum ist es kein Gespräch.

    Weiterhin frohes Schaffen 😉

    1. Ja eh!
      Allerdings was für dich oder mich normal ist, muss für viele erst normal werden… Das ist der normale Weg des Lernens…🤷‍♂️

      1. Ja, klar, vom Weg des Lernens weiß ich auch a Bisserl was… Ist ne spannende Sache, euren Weg zu beobachten! Erinnert mich an mich selbst vor 10 Jahren, als ich dabei war, die ersten Freiräume zu entdecken 🙂