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5 No Go´s für Leader und Follower

Hast du dich auch schon oft über das Benehmen in der Tanzszene geärgert?
Oder hast du vielleicht Abweisungen erfahren, die für dich unverständlich waren?

Dieser Artikel soll die helfen, die Interaktionen im Tanzen (und vielleicht auch im Leben) besser zu verstehen, und damit die Möglichkeit geben, selbst zu wählen und Begegnungen zu gestalten.

1.) Mit der Aufforderung zum Tanz eine Konversation unterbrechen

An jedem Tanzabend werde ich mindestens ein Mal Mitten in einem Gespräch von einem Außenstehenden unterbrochen und zum Tanz aufgefordert.
Leicht irritiert und manchmal hilflos stehe ich immer wieder erneut vor der Frage, wie ich nun mit dieser Situation umgehen soll, um keinen der beiden (weder Gesprächspartner noch Auffordenden) vor den Kopf zu stoßen.
Das schlimmste ist, wenn ich die Aufforderung mit der Begründung ablehne, dass ich gerne noch das Gespräch zu Ende führen möchte, und die Person dann in Hörweite auf das Ende des Gespräches wartet. Oh, Mann!

Leute! Bitte beobachtet zuerst die Person, die ihr auffordern möchtet!

Ist sie tanzbereit? Steht sie erwartungsvoll am Rande der Tanzfläche? Ist sie offen und auf die Tanzfläche fokussiert? Dann, nichts wie hin!

Oder ist sie gerade im Gespräch versunken? Vielleicht auch etwas weiter weg von der Tanzfläche jemandem anderen zugewandt? Dann abwarten und in der Zwischenzeit mit jemandem anderen tanzen, der gerade auf einen Tanz wartet. 😉
Wir Social Dancer verhalten uns manchmal wie die Jäger und haben nur eines im Kopf – Tanzen wollen! Dabei blenden wir oft Bedürfnisse anderer Menschen aus, um unseren nachzugehen.

MERKE: Mit ein wenig Fokus auf die Beobachtung wirst du erkennen, ob jemand gerade bereit und offen für einen Tanz ist. Ist jemand in einem Gespräch, dann wäre es sehr unhöflich, dieses zu unterbrechen! Warte ab, bis der passende Zeitpunkt kommt – denn er kommt bestimmt!

2.) Schwitzen

Schwitzen gehört zum Tanzen dazu!

ABER…

Es ist sehr unhöflich, deinem Tanzpartner oder deiner Tanzpartnerin zuzumuten, auf ein triefend nasses Shirt zu greifen oder mit verschwitzten Haaren bei jeder Drehung ins Gesicht zu spritzen.

MERKE: Mache zwischen den Tänzen Pausen, um dir und deiner Kleidung die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen und zu regenerieren. Auch das Wechseln von T-Shirts ist sehr empfehlenswert.

Eine besonders tolle Anleitung bekommst du in einem unserer meist gelesenen Artikel:
Tipps gegen lästige Schweißflecken beim Tanzen

3.) Reden während des Tanzens

Tanz ist Kommunikation, aber nonverbale!

Ein kleiner Smalltalk vor und nach dem Tanz reicht vollkommen aus, denn während des Tanzens möchten sich beide Partner auf die Bewegung und die Musik konzentrieren können.

Worte werden von den meisten im Tanzen als sehr störend empfunden.

MERKE: Konzentriere dich beim Tanzen auf die nonverbale Kommunikation und beginne nicht darauf los zu quasseln! Auch für Gespräche sollte Zeit sein, aber diese werden abseits der Tanzfläche geführt!:-)

4.) Berühren an den „Tabuzonen“

Tanzen ist intim und überwindet schnell Distanzzonen. Deswegen ist es umso wichtiger gewisse Codes und Grenzen zu respektieren.

„Tabuzonen“ sind jene Zonen, an denen Berührungen als unangenehm oder gar irritierend empfunden werden. Neben den klassischen „verbotenen“ Zonen wie Po, Busen & Co, gibt es auch andere Stellen, die vielleicht im ersten Moment harmlos wirken.

Die meisten Menschen empfinden Berührungen z.B. am Bauch als sehr unangenehm und Berührungen z.B. am Nacken sehr intim.

MERKE: Wähle sehr bedacht die Stellen aus, die du bei deinem Gegenüber während des Tanzens berührst. Für die meisten sind die Arme, die Hände, die Schulterblätter und die Seiten des Körpers unbedenklich und „harmlos“ – somit genug Fläche für  eine schöne Connection.

In Tänzen, in denen die Umarmung im Vordergrund steht, ist es wichtig, die Nähe und auch die Auflagefläche mit viel Feingefühl zu wählen. Ein guter Tipp wäre, dass sich der Leader öffnet und seinen Körper in eine empfängliche Spannung und Haltung bringt und den Follower die Nähe und Intensität wählen lässt.

5.) Jemanden während eines Tanzes auf der Tanzfläche stehen zu lassen

Es gibt wenig unhöflichere Dinge, als jemanden Mitten im Tanz auf der Tanzfläche einfach stehen zu lassen. Es gibt sehr, sehr wenige Gründe, bei denen ich ein „Stehenlassen“ angebracht empfinden würde: Wenn sich z.B. jemand gewalttätig, sehr alkoholisiert oder sehr beleidigend, diskriminierend oder auch sexuell aufdringlich verhält.

Uns werden jedoch oft Ereignisse zugetragen, bei denen jemand stehen gelassen wurde, nur weil er nicht dem erwartenden Tanzlevel entspricht???

MERKE: Die Entscheidung mit jemandem zu tanzen, bringt die Verantwortung mit sich, alles zu tun, um das beidseitige Erlebnis möglichst harmonisch und schön zu gestalten. Schätze dein Gegenüber als Mensch wert und nicht nur als Tänzer. Lass dich auf den anderen ein und lass die Magie passieren.

Auch wenn der andere nicht deinen tänzerischen Vorstellungen entspricht, so schenke ihm die paar Minuten eines Liedes und gib trotzdem dein Bestes, um die Tanzbegegnung möglichst schön zu gestalten.
Das macht dich zu einem besseren und angenehmeren Menschen. 😉

Auch wenn die Liste noch fortgesetzt werden könnte, so sind dies doch für uns die wichtigsten Punkte.

Wir hoffen, damit wieder ein wenig mehr Bewusstsein in die Tanzszene zu schicken und freuen uns wie immer über eure Rückmeldungen.

Observe,
Dance and make a Difference,

Conny

 

 

 

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