So geht das nicht mehr weiter in der Salsa Community – Podcast Episode #7

Die Cross Body Salsa Community hat ein großes Problem, von dem sie gar nicht weisst…
Die meisten zumindest!
Dieses Problem hat sich wieder mal mehr als bestätigt, nach dem wir bei unserem ersten Festival dieses Jahr unterrichten durften – beim Salsa Festival in Rovinj!

Wieso Cross Body Salsa und nicht Cuban?
Was ist das Problem und vor allem was ist die Lösung?

Wieso hat das an sich nichts mit dem Salsa Festival in Rovinj zu tun?

All das erfährst du in der heutigen Episode des Social Dancing Podcast, die ich by the way direkt in Rovinj aufgenommen habe.

Wie siehst du diese Thematik?
Übertreibe ich da etwa? Übersehe ich etwas? Hast du gleiche oder eine ganz andere Erfahrung mit diesem Thema?
Schreibe uns bitte in den Kommentaren!

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Responses

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  1. Lieber Dado,

    also ich hatte die von dir angesprochenen Elemente damals beigebracht bekommen, es ist also puhhhh… nicht ganz überall ganz so schlimm, zum Glück!

    Nach wie vor bin ich darauf gespannt, wenn ihr mal euren Mentor findet, der neben dem “was” auch über das “wie” und “warum” Bescheid weiß. Der Gedanke bleibt solange, ob es möglicherweise ein tieferes “wie” und “warum” zu eurer Frage überhaupt nicht gibt.

    Denn zum Beispiel weiß ich sehr gut, wie sich das “123-567-“-Timing intuitiv aus den grundlegenderen Salsa-Timings ableitet oder warum wir beim so genannten Grundschritt das tun, was wir tun. Ich weiß jedoch auch, dass diese “wie” und “warum” Dinge bisher nicht unterrichtet werden, obwohl es fürs Verständnis absolut notwendige Basics sind.

    Und ja, ein Problem ist das schon, denn ohne zu wissen, warum wir das tun, was wir tun, bleibt es nur ein auswendig gelerntes “was” ohne wirkliche Erkenntnis und die damit verbundene Fähigkeit, Zusammenhänge zu verstehen und aus dem Gelernten neue Variationen selbstständig abzuleiten.

    Bin auf die Ergebnisse eurer weiteren Nachforschungen gespannt!

    Beste Grüße
    Marius

    1. Danke, lieber Marius!
      Wir haben es uns dieses Mal wirklich als Ziel vorgenommen, auf dem internationalen Parkett für eine Veränderung diesbezüglich zu bewirken.
      Wir bleiben dran und haben auch bereits einige motivierte einflussreiche Aliierte an unserer Seite. Mal sehen, was daraus wird…

  2. Ich kann dem nur zustimmen und bin dankbar dafür, dass Du dieses Thema auf den Tisch bringst! Ich als „Neuer“ in der Salsa Szene (ca. 2 Jahre) habe bei meinen ersten Erfahrungen mit Kursen, Workshops, Socials und Kongressen/Festivals schnell festgestellt, dass da zwar viel gerudert, geknotet und gehüpft wird, aber selbst die grundlegendsten Dinge, wie Timing, Musikalität, Grundelemente etc. wenig präsent sind bzw. von den Instruktor*Innen vermittelt werden.
    Da wird oft munter neben dem Rhythmus getanzt aber viel Show-Off produziert und das mit Argumenten von z.B., dass ja im Intermediate/Advanced Level alles eher intuitiv sei und man ja daher nicht so drauf zu achten bräuchte, weggelacht. Was ich leider bei meinem ersten großen Kongress festgestellt habe, ist, dass da aber anscheinend oftmals auch der Spaß zu kurz kommt. Freude beim Tanzen ist im Verhältnis unterrepräsentiert. Ich nehme an, dass das eine Folge der oben beschriebenen Umstände ist.
    Die Diskrepanzen gehen sogar soweit, dass die Bezeichnung der unterschiedlichen Stile schlichtweg verwechselt oder garnicht dazugesagt werden. So war ich kürzlich bei einem Kurs, der ausdrücklich und ausschließlich „New York Style“ sein soll, aber dann doch nur On1 gelehrt hat??? Ich weiß dann als Improver garnicht, wie ich damit umgehen soll… Vielleicht hab ich auch da was verwechselt?
    Umso mehr bin ich dankbar dafür, eure Academy gefunden zu haben, wo ihr mir in einem sehr aufwändigen und wohl durchdachten Konzept, die fünf Säulen aus verschiedenen Blickwinkeln immer wieder nahe bringt!
    Ich hoffe, Deine Initiative trägt Früchte, so dass Du damit auch die ganze DACH- und europäische Community weiter bereichern kannst.
    Liebe Grüße!

    1. Danke, mein Lieber! 🙏
      Dieses “Intuitive Ding” ist die größte Gefahr der Community, um ehrlich zu sein. Wie kann man denn Intuition vermitteln, ohne die darunter legen Struktur offen zu legen?
      Das Interessante ist: es gibt aber eine Struktur – sie wird nur von den Unterrichtenden nicht als essentiell gesehen, bzw. vermittelt.
      Die meisten Instruktor*innen nehmen den leichteren Weg… Leider…
      Aber wir bleiben dran!

      1. Also für mich ist intuitiv eigentlich ganz eindeutig und klar definiert. Es bedeutet, dass einem unmittelbar der Sinn dessen klar ist, was man tut.

        Intuition ist daher nicht etwas, was man beibringt, sondern es sind die Inhalte entweder so gewählt, dass sie dem Lernenden in seinem aktuellen Zustand entweder intuitiv nachvollziehbar sind, oder eben nicht.

        Hoppla, ich wiederhol mich schon wieder, aber ok. Wenn’s nötig ist: Die herkömmlichen “Basic”-Inhalte sind dem Beginner leider nicht intuitiv, daher sind es auch keine Basics. Da gibt es also einen Ansatzpunkt zur Optimierung.

        LG

  3. Oh man, Dado! Da reisst du Wunden auf 😉
    Ich gestehe, zu meiner Schande, dass ich zwar in meiner lokalen Szene als einer der besten Salsatänzer der Gegend gelte, aber musste nach dem “Open Break Outside Turn” erstmal schauen, was genau damit gemeint ist! Und hoffe das Youtube Video das ich gefunden habe, ist überhaupt das, was dann du darunter verstehst 😛 Womit wir im Thema sind; und ich ein “tolles” Beispiel darstelle!
    Ich habe ganz früher Turnier getanzt (Latein) und da gibt es ja Regelwerke, wie eine Figur auszusehen hat mit bis zu Grad-Angaben für Drehungen usw. Ob man Salsa auf diese Ebene runterbrechen muss, ist zwar die Frage. Aber bin da gerne bei euch, ein einheitliches System zu “erstellen”, damit man bei grundlegenden Elementen immer das gleiche meint, egal ob man einen Kurs in Australien oder Schweden belegt!

    Ansonsten noch so halber “Offtopic”, weil einer weiter unten das “Intuitive” erwähnt:
    Das ist auch etwas Definitionssache 😉 aber habe erst vor kurzem in einem Mittelstufenkurs als Tanzlehrer ausgeholfen (bin eigentlich reiner Social Dancer und kein Trainer) und als die Frage aufkam, wie der Führende seine Schritte setzt, musste ich erstmal überhaupt “gucken” was ich mache. Ich bin ziemlich sicher, was meine Füße/Beine machen ist korrekt, aber ich denke da beim Tanzen nicht im geringsten dran! _das_ ist meine “Intuitivität”, das mein Körper nach über 10 Jahren Salsa schon “irgendwie” weiss, was er zu tun hat! Ob das “gut” ist… ich hoffe in irgendeiner Weise schon 😉

  4. Hallo,
    teilweise gebe ich euch Recht- in der WCS Community wird meist mit mehr Konzept vorgegangen. Aber auch in der Salsa Szene gibt es das. Oder euer Beispiel, dass es nur ein Problem der Linie Leute sei sehe ich nicht so- je nach Tanzlehrer heißen auch Cuban Elemente ziemlich unterschiedlich (fällt einem recht schnell auf wenn man auf verschiedenen Parties Rueda tanzt).
    Es ist durchaus sinnvoll, dass Gundelemente sauber getanzt werden und man ein Verständnis für den Aufbau bekommt- nur was möchte man als Grundelemente bezeichnen? Ich denke selbst da wird keine Einigkeit aufkommen. Zum Thema Aufbau und was gehört wie zusammen fand ich Inaki Fernandez’ Klarheit im Unterricht sehr hilfreich.
    Viele Grüsse,
    Marco

  5. Hallo Dado,
    Zu den Basics muss ich sagen das du zum großem Teil Recht hast. Natürlich gehen bei vielen Tänzern (gerade wenn sie eigentlich nur mit einer Partnerin tanzen) die Basics im Laufe der Zeit gerne mal verloren und es ist auch nicht einfach sich auf unterschiedliche Instruktoren einzustellen.
    Jetzt habe ich das Glück oder das Privileg auch in Anfängerkursen und Mittelstufe als Gastherr immer mal wieder auf eine andere Damen zu treffen bei denen mir immer wieder aufgeht wie wichtig Basics wie ein CBL(di lege no) oder enchufla sind und wie essentiell eine gute Führung ist. Du hast vollkommen Recht das man sich im Laufe der Jahre viele Schludrigkeiten angewöhnt ( auch teils durch aktive Hilfe des Tanzpartners 😃) aber ich finde wenn man sich als Tänzer mit einer fremden Dame angewöhnt einfach erst mal die Basics zu tanzen ( sollte man(n) sowieso machen um zu wissen was möglich ist ohne die Dame zu überfordern).

    Ich muss auch sagen das mir euer „Basic to wow „ Video sehr geholfen hat auch neue unbekannte Figuren in kleine Sektionen zu zerteilen um über die Komponenten einer Figur den Ablauf zu verstehen und das oftmals in Schulen nicht vermittelt wird.

    Also mein Fazit: Ja Basics sind superwichtig für Social dancing . Ja gute Führung ist superwichtig und eine einheitliche Bezeichnung der Grundelemente auch (wobei ich die in Englisch und Spanisch bevorzugen würde, denn auch das eröffnet den Tänzer eine globalere Tanzwelt)
    LG und macht bitte so weiter
    Michael

  6. Lieber Dado,
    Du hast zu 100% Recht. Ich muss allerdings sagen, dass das in der CrossBody Szene schon mal besser war. Als Tina und ich 2004 mit diesem Tanzstil im Mas Salsa in Berlin begannen, wurde dort sehr wohl auf die Basics geachtet. Und es waren in etwa die Basics, die Du im Podcast benennst. Auf diese bauen sich dann alle Fancy Figuren auf. Je besser jeder die Basics kann, desto einfacher wird es (oder überhaupt erst möglich) eine Fancy Figur mit jedem möglichen aber unbekanntem Partner auch auf einem Festival zu tanzen. Ich gehe sogar noch weiter: Lernt der Leader auch mal Follower zu tanzen, weiß er/sie viel besser wie die Bewegungsabläufe des jewiels andern Parts sind. Ich habe lange selber solo die Schritte und Abläufe eines CrossBody Inside Turn geübt, um diese auch einigermaßen sauber im Timing hinzubekommen. Seitdem weiß ich einfach viel besser, wie dieser zu führen ist und worauf es ankommt. Und so kann ich diesen Basic am Arm, an der Schulter und an der Hüfte sauber führen und das on1 oder on2. Wir selbst haben lange in Thüringen genau so Salsa unterrichtet. Leider kamen immer mehr neue Schüler und Schülerinnen, die schnell fancy Figuren lernen wollten, aber nicht die Basics. Andere haben dann diesen Wunsch erfüllt, wir sind bei unserem Konzept geblieben. Viele Schüler haben uns aber genau deshalb gemocht. Also macht weiter so und vielleicht besinnt sich die Cummunity wieder mehr auf ihre Wurzeln und baut den Tanz wieder mehr strukturiert an den Basics orientiert auf. Das kann ich auch allen “Neuen” nur wünschen.
    LG Martin
    PS: Da ich nun auch schon lange in der West Coast Swing Community unterwegs bin, kann ich Dich da nur bestätigen. Jeder Workshop egal bei welchem Lehrer beginnt mit den Basics und baut darauf auf. Wer lange dabei ist, weiß dann aber auch, dass Basic nicht gleich Basic ist (bspw. unterrichten Jordan & Tatiana eine Whip etwas anders als John Lindo). Und das ist auch gut so. So bekommt der Lernende einen Eindruck, dass sich der Tanz mit der Zeit entwickelt und diese kleinen Unterschiede auch helfen, dann im Flow etwas individueller zu tanzen. Jeder kann dann seinen eigenen “Basic” aus diesen Inspirationen entwickeln. Auch bei WCS (oder auch beim Zouk) hilft es ungemein Leader und Follower tanzen zu können. Wäre schön, wenn wir das auch wieder mehr in der Salsa schaffen. Bei Salsa Cubana muss ich allerdings etwas widersprechen. Selbst für eine Rueda gehen die Begriffe doch landauf landab ganz schön auseinander und sehr solide werden dort auch nicht die Basics im Bewegungsablauf unterrichtet. Die haben da schon auch Dein genanntes Problem.

    1. Danke für deine ausführliche Gedanken!
      Kurz zum Cuban Salsa: die Namen gehen auseinander, ja! Aber es gibt welche wenigstens!!! 🤷‍♂️
      Um zu differenzieren, ich habe in vielen Ruedas auf der Welt getanzt. Ich habe nicht immer alles verstanden, aber die wichtigsten 5-10 Elemente habe ich immer sofort verstanden, weil die Namen in der Regel erst bei den komplizierteren Figuren auseinander gehen.
      Dass die technischen Grundlagen nicht ausreichend vermittelt werden ist natürlich eine andere Sache… 🤷‍♂️

  7. Oh man heißes Thema, was mich immer hippelig macht. Ich sehe die Leute eine Figur nach der anderen runter prügeln, die Mädels mit verkniffenen Gesichtern und hochkonzentriert. Man muss beweisen wieviel Figuren man schon gelernt hat. Basics lernen, nein, langweilig, kenne ich doch alle.
    Hey wo bleibt der Spaß, hört Ihr eigentlich die schöne Musik? Hört Ihr einen Break?
    Ich persönlich liebe es Basics zum Großteil zu tanzen, mich von der Musik tragen zu lassen, endlos Spaß zu haben, das macht mich beim Tanzen glücklich. Auch mal die Hände frei zu haben und Freestyle tanzen 🥰
    Also Liebe Conny und lieber Dado, Ihr sprecht mir aus dem Herzen und so werden auch meine Schüler unterrichtet.

    1. Ja… “Ich sehe die Leute eine Figur nach der anderen runter prügeln, die Mädels mit verkniffenen Gesichtern und hochkonzentriert.” – das hier hätte sofort ein Ende, wenn wir den Unterschied kennen würden zwischen Paartanz und etwas, das kein Paartanz ist, sondern Solo-Tanz mit Requisite. Stichwort Kommunikation und so. Dort, wo das oben genannte passiert, gibt es ja überhaupt keinen Dialog.

  8. Hi Dado,
    klassische Tanzschule und Salsa sind unterschiedliche Welten. Tanzlehrer klassischer Tanzschulen haben eine Ausbildung, Salsalehrer oftmals nur ein gewisses Bewegungstalent. Ich habe viele Jahre Salsa getanzt, aber nie von einem „open break outside turn gehört“. Das ist (eher klassischer) Tanzschulensprech. Ich kenne nur einen Open Break und einen outside turn. Ein „open break outside turn“ ist ja bereits die Kombination zweier Basics. Meiner Meinung nach sind entscheidender noch als die Basics die körperlichen und technischen Voraussetzungen hinsichtlich Körperhaltung, Stabilität, Spotten etc. , vor allem bei der Frau, der Mann kann ja über seine Führung selbst bestimmen, was er tanzt. Trotzdem, ohne „guten“ Körper wird sich auch der Mann und seine Führung nie so anfühlen, wie eine „gute“ Frau sich das wünscht. Die meisten bringen das nicht mit. Und die wenigen, die das mitbringen, die lernen, wenn sie die Musik mögen, die Basics intuitiv. Meine Erfahrung ist, daß dieses „wilde Figurentanzen“ ein ganz normaler Entwicklungsschritt ist auf dem Weg zum „Salsatänzer“. Spätestens am ersten Abend beim Social außerhalb der heimischen Blase, vielleicht sogar auf einem internationalen Festival, sollte aber eine gewisse Demut einkehren. Bei mir war das so. Die Frage, die du stellst ist ja, ob man die Leute schon beim Workshop mit der Realität konfrontieren muss. Da hänge ich eher der Meinung des von Dir geschätzten internationalen Tanzlehrers an, das bringt nicht viel – weil wie gesagt – es ist Teil der Entwicklung (wenn man nicht gerade Tanzlehrer ist).
    Lieben Gruß und Respekt für Dein Engagement

    1. …ein (egal ob guter oder nicht) Follower bestimmt selbst, wie er/sie auf Führung reagiert, bestimmt daher auch vollständig selbst, was er/sie tanzt. Ein (egal ob guter oder nicht) Follower wünscht sich einen Leader, der das versteht.

      Sorry, ist etwas aus dem Hinterhalt, ich weiß, konnte es mir aber nicht verkneifen…

    2. Danke lieber Thomas für deine Gedanken!
      Du hast absolut recht: es ist ein Teil der Weiterentwicklung. Aber…
      Ich als Tanzlehrer sehe mich sehr wohl dafür mitverantwortlich, die notwendigen Entwicklungsschritte in meinen Kurse darzustellen. Meine Aufgabe ist, den Leuten klar aufzuzeigen, wann was zu tun ist und woarauf und wann geachtet werden soll.
      Wenn ich nur coole Moves und Figuren unterrichte, ohne die darunter (oder darüber) gelegenen Prinzipien… Tjaaaa… dann müssen die Teilnehmer*innen selbst drauf kommen. Das wäre ja einfach vermeidbar. Conny und ich mussten auf Vieles selbst draufkommen, weil es damals nicht unterrichtet (ja nicht einmal wahrgenommen) wurde. Das können wir heute alle zusammen besser, glaube ich!