Eigentlich wollte ich heute über etwas anderes schreiben, aber dann bekam ich diese kurze Geschichte in einem tollen Newsletter, den ich regelmässig lese (Tim Gelhausen).
Ich mag die Moral der Geschichte…
Es war Heiligabend.
Ein Mann stand zum ersten Mal in der Küche seiner Schwiegereltern und beobachtete das geschäftige Treiben.
Seine Frau holte den Weihnachtsbraten aus dem Kühlschrank.
Bevor sie ihn in die Auflaufform legte, schnitt sie ein großes Stück vom Ende ab und legte es beiseite.
Der Mann runzelte die Stirn. „Warum schneidest du das ab?“
Sie zuckte die Schultern. „Das macht man so. Meine Mutter hat das schon immer so gemacht.“
Neugierig ging er zu seiner Schwiegermutter, die gerade den Tisch deckte.
„Sag mal, warum schneidet ihr eigentlich das Ende vom Braten ab?“
Sie lächelte. „Das ist Tradition. So haben wir es in unserer Familie schon immer gemacht.“
Der Mann ließ nicht locker. Im Wohnzimmer saß die Großmutter in ihrem Sessel am Kamin. Er setzte sich zu ihr.
„Eine Frage: Warum schneidet die Familie das Ende vom Weihnachtsbraten ab?“
Die alte Dame sah ihn einen Moment verwirrt an. Dann begann sie zu lachen.
„Ach, Junge“, lächelte sie.
„Das war, weil meine Auflaufform damals zu klein war. Anders hätte der Braten nicht reingepasst.“
Traditionen sind wunderbar und sie verbinden Menschen… aber nicht alles, „was schon immer so war“, muss einfach so weiter getragen und mitgenommen werden… vor allem, wenn es nicht sinnvoll ist.
Nehmen wir uns das einfach für das nächste Jahr mit.
Neue Vorsätze und Vorhaben sind toll. Sie haben aber mehr Platz, wenn wir ein bisschen „aufräumen“… 😉
Heute aber musst du nichts mehr aufräumen. Heute ist Weihnachten…
Nächstes Jahr…
(Ich aber schon! Wir haben 17 Familienmitglieder heute Abend bei uns und muss jetzt saugen! 😅)
Conny, Finn und ich wünschen dir wunderschöne Feiertage und mindestens ein Tänzchen around the christmas tree.
Häppy Hollidays,
Dado