Ja, Tanzen ist grundsätzlich gesund. Für den Körper, den Geist und die Seele. Punkt!
Aaaaaber…
Im Paartanz verstärken sich gewisse Bewegungsabläufe und Haltungen.
Und nicht immer die schönen.
Autsch!
Heute erzähle ich dir, warum du den Satz „Tanzen ist gesund“ nicht so pauschal stehen lassen solltest.
Wo das Problem beginnt
Im Paartanz wiederholen wir sehr oft die gleichen Bewegungen.
Und alles, was wir oft wiederholen, wird zum Muster.
Das ist an sich keine schlechte Nachricht. Muster sind praktisch, allerdings nur wenn sie gewünscht sind!
In diesem Fall machen sie aus etwas Anstrengendem irgendwann etwas Automatisches.
So weit so gut!
Die Frage ist nur: Welche Muster etablieren wir da eigentlich?
Denn genau hier wird's heikel.
Sobald wir durch komplexe Figuren gestresst sind – körperlich UND mental – passiert etwas mit unserem Körper:
Wir versteifen, die Haltung verkrampft, die Spannung schießt nach oben (Schultern und Nacken).
Und wenn du in diesem angespannten Zustand Figur um Figur in Dauerschleife tanzt, hast du keine Ressource mehr übrig, dich auf eine entspannte, natürliche Bewegung zu konzentrieren.
Du tanzt dann nicht mehr gesund!
Du zementierst eine Fehlhaltung.
Au weh…
Sorry, dass ich hier ein Spielverderber bin! 😅
Aber ab jetzt wird es positiver… 👇
Ein aktuelles Beispiel aus meinem Unterricht
In letzten 3 Tagen war ein ganz liebes Pärchen aus Wien bei mir in Graz im Privatunterricht.
Das Lustige: sie ist Österreicherin und er ein Bosnier! Wie Conny und ich! 😁
Sie wollten unter anderem meinen Input zu ihrem Slowfox.
Beim Eintanzen haben sie eigentlich eine Art einstudierte Choreografie getanzt.
Keinen Flow der Grundfiguren sondern feste Abläufe und Sequenzen, die sie sich über Jahre angelernt hatten.
Die Figuren waren cool. Nur… nicht schön getanzt.
Angespannt. Angestrengt. Steif.
Jetzt kommt der positive Teil…
Also haben wir das Figuren-Flow-Konzept in ihrem Slow-Fox angewendet.
Und innerhalb einer Stunde ist ihre Bewegung locker geworden. Natürlich und total entspannt.
Das Interessante:
Das neue Tanzen hat ihnen so gut gefallen, dass sie ihre komplexen Figuren gar nicht mehr tanzen wollten.
Ihre Basics haben sich plötzlich für sie so gut angefühlt, dass der Bedarf nach „mehr Figuren“ einfach weg war.
Am meisten geliebt haben sie ihre neue Haltung. Ihr Körpergefühl. Den neuen Flow ihrer Bewegung.
Das ist für viele Hobby Standard-Tänzer:innen bei Gott keine Selbstverständlichkeit.
„Und ihr Tanzen ist gleich MIT besser geworden!“
Und dann ist da noch diese Nachricht, die eine Teilnehmerin unseres Salsa Flow-Programms gerade heute in der SDA-Community gepostet hat.
Esther ist eine tolle, erfahrene Tänzerin, die zuletzt sehr viel mit den Bandscheiben zu kämpfen hatte.
Starke Nacken- und Rückenschmerzen: jedes Mal beim Tanzen, oft schon nach kurzer Zeit.
Conny und ich haben uns so sehr für sie gefreut!
Die Ursachen kannte sie längst. Jahrelang. Und trotzdem ist sie da nicht rausgekommen.

Erst als ihr Rücken durch eine funktionale, entlastende Bewegung (von ihr UND ihrem Leader) – durch Flow – befreit wurde, war der Schmerz weg und sie konnte Stunden lang tanzen.
Und ihr Tanzen ist gleich MIT besser geworden!
Kein Zufall – das eine führt zum anderen.
Fazit
Durch hektisches, unkontrolliertes Tanzen kreieren wir ungewollt Bewegungsmuster, die weder für unseren Tanz noch für unsere Gesundheit gerade förderlich sind.
Zum Beispiel:
– Nackenverspannungen
– Belastungen im unteren Rücken
– Kniebeschwerden und Co.
Paartanz ist wie das Leben:
Alles hängt mit allem zusammen. Alles ist irgendwie vernetzt.
Deshalb ist es nicht empfehlenswert einfach zu sagen „Tanzen ist gesund“ und das als Grund zu nutzen nicht mehr an der Bewegung zu arbeiten…
Gesund wird Tanzen erst durch lockere, effiziente, funktionale Bewegung – mit einer Wirbelsäule und Gelenken, die sich so bewegen dürfen, wie es ihnen gut tut.
Dann wird die Tanzqualität und -Ästhetik auch noch MIT besser!
Das ist kein Zufallsprodukt. Das ist das Gesamtergebnis davon, wie du den Tanz generell angehst.
Also, ganz konkret für dich:
Frag dich bei deinem nächsten Tanz nicht nur „Welchen Moves mache ich als Nächstes?“, sondern auch: „Wie fühlt sich meine Bewegung gerade an — locker oder verkrampft?“
Diese eine Frage verändert mehr, als du glaubst.
Dann weisst du, wo du eigentlich ansetzen musst.
Häppy Dancing,
Dado
P.S. Hier sind aktuell 3 Möglichkeiten, wie wir dir helfen können, diesen Flow in deinem Tanzen dauerhaft zu geniessen:
1) Individuelles Tanz-Coaching mit mir – gerade nur noch 3 Plätze frei.
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Die aktuelle Runde wurde ausverkauft! Ende Sommer ist es soweit!
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