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Anleitung für einen perfekten Tanz

Wusstest du, dass du einen (fast) perfekten Tanz bei einem Social systematisieren und immer wieder reproduzieren kannst?

Das klingt sehr nicht sexy, ich weiß…

Ich will damit sagen, dass es hinter einem perfekten Tanz ein System gibt, das ihn eben so toll macht. Und wenn du die Zutaten dieses Systems immer wieder systematisch, bewusst und strategisch „anwendest“, steigt dramatisch die Häufigkeit an schönen harmonischen Tänzen.

Nein, du musst an sich kein System entwickeln oder lernen, um tolle Tänze zu erleben. Allerdings, wenn du ein erprobtes System in deinem Tanzen anwendest, kannst du viel öfter das beste aus einem Tanz herausholen anstatt auf das Glück und die Tagesverfassung angewiesen zu sein.

Keine Sorge, wenn du mich ein wenig kennst, wirst du wohl wissen, dass ich kein Freund von Schablonen und irgendwelchen langweiligen mathematischen Formeln bin, die ich auf das Tanzen umlege. Das System, von dem ich spreche, ist ein viel natürlicheres.

Es ist das System von einem ersten Date!

Genau, jeder von uns hatte mal eins. Wenn dem noch nicht so ist, dann solltest du dich beeilen. 😉 Es ist eine unglaubliche Erfahrung.

Also, wenn du einen Tanz mit dem ersten Date vergleichst, dann kommst du schon sehr nahe an das System, von dem ich spreche… 😉

Was passiert also bei so einem Date?

Erster Eindruck

Schon im Vorfeld wirst du wahrscheinlich dein Bestes tun, um möglichst gepflegt auszusehen. Es gibt eben keine zweite Chance für den ersten Eindruck. 😉

Du willst es nicht gleich am Anfang verhauen. Und das ist bei Gott nicht die schwerste Aufgabe hier, oder? Na hoffentlich…

Im Social Dance heisst es einfach, dass du auch auf dein Äusseres Acht geben willst. Das macht mehr aus, als du glaubst. Und nein, das Äussere ist bei Gott nicht das Wichtigste, aber es hilft beim ersten Eindruck.

Ich spreche hier nicht von Markenklamotten und über moderne Sachen. Ich spreche von den Basics: gut riechend (zumindest nicht schlecht) und trocken (oder zumindest nicht voll durchnässt). Das ist schon mal ein guter Beginn. 😉 Alles mehr als das ist ein Bonus…ach ja und Zähneputzen nicht vergessen! 😉

Das Kennenlernen

Gut, also das Äussere hat geklappt und es ist eine beidseitige Sympathie da. Es geht weiter…

Wahrscheinlich wird die allererste Konversation bei einem ersten Date mit einem unschuldigen Small Talk beginnen, oder? Ein sanftes Herantasten bevor ein tieferes Gespräch entsteht. Dann fragen wir die andere Person wahrscheinlich, was sie macht, ob sie arbeitet oder studiert, wo ist die Person her, usw. Man versucht mehr übereinander zu erfahren. Man hört aufmerksam zu, versucht zwischen den Zeilen zu lesen, da normalerweise nicht sofort alles verraten wird. 😉 Du versuchst einen Eindruck über die Vorlieben aber auch Unsicherheiten deines Dates zu bekommen…

Gleichzeitig wollen wir uns von unserer besten, charmantesten und aufmerksamsten Seite zeigen, oder? Wir sind höflich, achtsam, zuvorkommend und tolerant. Z.B. Wenn sich die andere Person verspricht, wir bessern sie nicht aus…

Neeeeeein, das tun wir nicht.

Keiner mag Klugscheisser! Also wollen wir es auch nicht sein, oder? Eben…

Und im Social Dance geht es ebenso zu. Am Anfang von einem Song gestalten wir eine leichte unkomplizierte Konversation mit den simplen Elementen, um uns aufeinander einzustimmen. Um die Bewegung des Partners oder der Partnerin kennenzulernen, damit wir das Gespräch etwas später eventuell vertiefen können.

Wir fahren keine komplexen Figuren gleich am Anfang aus. Das ist so, als würdest du gleich am Anfang vom Date aufzählen, was du alles für tolle Markenschuhe hast und mit wie vielen Celebrities du bereits per dubist. Angeber-Glocken gehen hoch und das Date ist schon am Ende bevor es angelaufen ist…

Also am Anfang vom Lied heisst die Devise zurückhalten und zuhören.

Es macht ja nur so viel Sinn, wenn man sich die meisten Tanzlieder anhört. In der Regel beginnen alle gemütlich mit einem Intro, dann kommt die Strophe, in der das Thema des songs vorgestellt wird und dann kommt erst das Refrain.

Die Connection

Nach dem ersten Kennenlernen und dem Austausch von den wichtigsten Informationen beginnt sich die Kommunikation zu entfalten. Das Gespräch wird vertrauter, es wird sogar gelacht und authentische Emotionen werden gezeigt.

So auch in unserem Tanzlied. Wir befinden uns gerade mitten im Refrain. Die Instrumente spielen intensiver, der Gesang wird etwas lauter, die Emotionen präsenter. Jetzt ist die Zeit die eine oder die andere komplexere Figur auszupacken, mit Styling zu punkten und mit raffiniertem Footwork zu glänzen.

Aber Vorsicht! Jetzt kannst du den Fehler machen, in dem du die Kontrolle verlierst, weil du dich in Sicherheit wiegst, dass ab jetzt nichts mehr schief gehen kann. Schön achtsam bleiben und schauen, ob dein Gegenüber immer mitkommt und gleichauf mit dir ist. Im Social Dance würde man hie und da das Tempo des Tanzes wieder beruhigen, um die Kräfte zu sammeln, bevor du noch ein paar deiner coolen Moves auspackst. So entgehst du einer Hektik beim Tanzen. Diese entsteht meistens, wenn wir dem Tanz einen freien Lauf überlassen und ohne Kontrolle dahin driften.

Der Kuss

Das ist so aufregend… In unserem Date ist alles so super verlaufen. Das Eine hat zum Anderen geführt und die Sympathien haben sich im Verlauf des Dates verstärkt. Und es ist schon passiert – es kommt zu einem zarten gefühlvollen Kuss.

Oh Mann, ich bin so kitschig!

Wechseln wir lieber zur Analogie im Social Dance – das ist der Part, wo die Magie des Social Dancing passiert. Wir verstehen uns blind, jeder Move funktioniert einfach und wir komplementieren einander in unseren Bewegungen. Ein Dip hier, ein Power-Move da, es läuft großartig!

Nach Hause begleiten

Das Date nähert sich dem Ende. Es war so ein schöner und harmonischer Abend. Der Mann begleitet seine Dame zu ihrem Haus, wo sie alleinereingeht. Es ist ja ihr erstes Date! Was hast du denn gedacht?

Egal… In unserem Tanzlied passiert gerade das Outro. Diese sind ganz unterschiedlich, aber oft wird es etwas ruhiger und man kann wieder mit fliessenden, lockeren Elemente vom Beginn überzeugen. Wir wollen es ja am Ende nicht übertreiben, denn wir wollen ja auch ein zweites Date haben. 😉

Tja, das Ende von einem Date ist eben eine subjektive Sache, wie das verlaufen sollte. Stürmisch, wild und ungezügelt oder eben etwas geheimnisvoll und zurückhaltend oder alles dazwischen. Dafür gibt es kein System, hehe. Das ist die Magie des Miteinanders…

Der Anfang zum Schluss

Gehen wir aber jetzt ganz kurz zum Beginn unseres tollen Dates. Bzw. noch bevor es dazu überhaupt gekommen ist. Wir nehmen jetzt mal an, dass du die andere Person angesprochen hast und sie um das Date gefragt hast. Wie hast du das gemacht? Warst du besonders nett, respektvoll und charmant? Ich nehme stark an, denn sonst hätte die Person wahrscheinlich gar nicht zugesagt, stimmt?

Na siehst du! Denn so solltest du auch Leute zu einem Tanz  auffordern – freundlich, charmant und mit entgegengebrachtem Respekt. Weil das nur jeder und jede von uns auf der Tanzfläche (und abseits) verdient hat. Nur weil alle an einem Social zum Tanzen da sind, heisst es nicht, dass sie zur Ware gehören, die man einfach vom Regal nimmt. Man muss sie umwerben, überzeugen und man soll sich von seiner besten Seite zeigen… Wie bei einem ersten Date! Vergiss das nicht…

Und das Ganze bei jedem Tanz?

Ohhhhhh jaaaaa! Denn die Magie vom ersten Date ist etwas wunderbares, etwas woran wir uns normalerweise gerne erinnern.

…Wenn es gut verlaufen ist….

Etwas das wir immer wieder erleben wollen. Mehrmals am Abend? Her damit!

Fazit

Gehst du es in etwa so an, garantiere ich dir, dass du mit diesem Zugang das  Zeug zum Helden oder zu einer Heldin deiner lokalen Tanzszene hast. Mehr dazu in einem der nächsten Beiträge.😉 Ach ja, und diese Geschichte mit dem ersten Date soll dich in diesen Zustand versetzen, in dem du nicht großartig überlegen sollst, was der nächste Schritt wäre. In diesem Fall geht es fast von alleine, weil dies hoffentlich ein natürlicher Prozess für dich wäre.
Aaaaalso, das nächste Mal hast du bei einem Social viele erste Dates vor dir, hehe… Es gibt Schlimmeres. 😉

Es ist so wie in dem Film 50 erste Dates mit Adam Sandler und Drew Barrymore…Kitschig aber schön…

Enjoy the first date (many times),

Dance And Make A Difference

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