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Die Macht der (Tanz)Gewohnheiten – Social Dancing Blog

Die Wissenschaft sagt, dass 95% unserer Aktivitäten auf der unterbewussten Ebene passieren!
Nur 5% unserer täglichen Aktivitäten werden also von unserem Bewusstsein gesteuert. Das war für mich damals ein Schock, als ich diese Information zum ersten Mal gehört habe.
Ich habe mich gefragt, ob das gut oder schlecht ist?

Die Antwort war eigentlich unwichtig, da die Frage irrelevant ist. Es ist eben so, wie es ist.

Die viel wichtigere Frage ist:“ Wie mache ich diese Tatsache zu meinem Vorteil – im Leben und im Tanzen natürlich?

Gewohnheiten im Social Dance

Auf unserem Lernweg sammeln wir beim Tanzen hunderte unterschiedlichste Gewohnheiten. Die meisten von ihnen sind leider unerwünscht. Dazu gehören irgendwelche unbewusste Hand- und Fußbewegungen, Haltungen, unterschiedlichsten Reflexe auf bestimmte Situationen, und und und…

Das schlimme daran ist, dass uns viele dieser Situationen gar nicht bewusst sind. Es gibt aber ein Phänomen, dass das Ganze noch schlimmer macht – wir werden gut in allem, was wir oft praktizieren.
Das heisst, dass wir diese unerwünschte Bewegungen dauernd ungewollt praktizieren, da  sie eben dauernd passieren. Je länger wir „dran bleiben“, desto tiefer werden sie in unserem Bewegungsapparat verinnerlicht.

Der erste Schritt

Das Allererste und wahrscheinlich das Wichtigste ist, dass du dir der oben erwähnten Tatsache überhaupt bewusst wirst. Damit akzeptierst du, dass der beste Weg zur Verbesserung deines (Tanz)Lebens der ist, bei dem du gewisse gewünschte Prozesse oder Aktivitäten zu einer Gewohnheit machen musst, damit es immer wieder passiert. 


Was immer wieder passiert, wird damit auch trainiert. Was trainiert wird, wird damit auch verbessert!

Es ist ein No-Brainer, dass uns die Gewohnheiten (gewünscht oder ungewünscht) ganz wenig Energie und vor allem Überwindung kosten. Wir tun es einfach und hinterfragen sie in diesem Moment nicht. Daher passieren sie auch öfter…

Die Entwicklung der Gewohnheiten

Viele der GEWÜNSCHTEN Gewohnheiten werden entwickelt – sie passieren leider nicht von alleine. 

Das schwierigste ist der Anfang, da wir hier gegen sehr viel Überwindung kämpfen müssen.
Ein Tipp: finde eine Emotion zu dieser bestimmten Bewegung! Emotionen motivieren uns deutlich mehr, etwas zu tun als eine reine Information. Finde eine Emotion hinter einer Bewegung, die du verbessern willst.
Warum ist es dir wichtig, diese Bewegung zu verbessern?
Damit gehst du viel mehr in die Tiefe und stellst damit eine engere Verbindung zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein. 

Wenn du eine unerwünschte Bewegung nicht mehr machen willst, reicht es leider nicht, sie einfach nicht zu machen. Wir müssen diese Bewegung mit einer anderen überschreiben.

Wenn du z.B. die gefasste Hand zu viel hin und her bewegst, reicht es nicht aus, dass du die Hand einfach nicht mehr bewegst. Sobald deine Aufmerksamkeit auf einen anderen Punkt gerichtet wird, wirst du wieder in dein altes Schema fallen. 

Damit die Hand ruhig wird, müsstest du gewisse Muskeln neu aktivieren und diese gilt es anzusteuern. Ich nenne das aktiv ruhig stellen.
Das ist auch eine Art Bewegung. 😉

Wo unser Bewusstsein hin gerichtet ist, dort fliesst unsere Energie und unsere Aufmerksamkeit hin.

Driften wir in unserem Tanzen (oder Leben) überall und nirgends, setzen wir uns damit allen möglichen Ablenkungen aus und werden von ihnen bestimmt. 

Aktivieren wir unser Bewusstsein in eine von uns bestimmten Richtung, übernehmen wir wieder die Kontrolle. 

Ich kämpfe selbst jahrelang mit einigen kleineren und grösseren „Bewegungsbaustellen“ in meinem Tanzen. Denke also ja nicht, ich habe leicht zu reden.
Mit manchen Sachen bin ich seit Jahren mehr oder weniger erfolglos unterwegs. Erst in letzter Zeit sehe ich Fortschritte, da ich mich damit auf einer höheren (oder tieferen) Ebene beschäftige.

Ich lenke eben mein Bewusstsein dorthin. Je öfter ich das tue, desto mehr wird es trainiert. Je mehr es trainiert wird… ach, du hast es schon verstanden!

Fazit

Social Dance ist eine hochkomplexe multischichtige Aktivität, die uns auf mehreren Ebenen bewegt. Es werden alle unseren Sinnen (inklusive dem 6-ten) damit angesprochen und „trainiert“.

Daher gibt es unserem Körper und Geist soooo viel zurück. Je mehr von unserem Bewusstsein in eine von uns bestimmten Richtung fliesst, desto mehr bekommen wir auch zurück.

Tanzen ist auch eine Form von Mediation – wir blenden die Welt um uns herum aus und kreieren eine eigene Welt. 

Es liegt also in unserer Hand, wie diese Welt ausssieht.
Um jemanden besser kennenzulernen, verbringen wir mehr Zeit mit dieser Person, oder?
Wieso also verbringen wir nicht mehr Zeit und Energie, um uns selbst und unsere eigenen Gewohnheiten kennenzulernen? 😉
Das hat noch nie jemandem geschadet…

Get to know yourself better,
Dance And Make A Difference

 

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