Fragen statt Führen

Eine richtige und klare Führung ist ein breiter Begriff im Social Dancing. Dieser Begriff sagt aber nicht sehr viel darüber aus, wie diese Klarheit und Präzision entstehen soll.

Die Führung der Leader ist nämlich häufig (besonders bis zum Intermediate Level) viel zu physisch und mit zu viel Kraftaufwand verbunden. Das macht sie wieder zu ineffizient und für die Follower meist eher unangenehm.
Analog zu einem Bodybuilder, der sich im Klettern versucht und dabei viel zu schnell seine Mukies verbrennt, weil er sich zu ineffizient bewegt. 

Anstatt die Follower also physisch zu bewegen, könnten wir sie auch “fragen” bzw. darum bitten, sich selbst zu bewegen.

In unserem Alltag mögen wir es auch nicht, herum kommandiert zu werden. 😉 Wieso soll es im Tanz anders sein?

Wir wollen die Follwer motivieren (mit Leaders Bewegung und richtigen Impulsen), sich selbst in eine bestimmte Richtung zu bewegen.
Diese Synergie ist deutlich effizienter und bekräftigt beide Beteiligten sich aktiv in der Gestaltung vom Tanz zu beteiligen – es ist ein Frage und Antwort Dialog…kein Monolog!

Je schneller der Tanz, desto wichtiger dieser Zugang.

Ich führe – du folgst!” ist ein alter Satz und maximal eine halbe Wahrheit.
Viel angenehmer für beide (mMn) ist Folgendes: beide gestalten den Tanz, aber jeder hat unterschiedliche Aufgaben!

Ask instead lead,

Dance And Make A Difference

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Rückmeldungen

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  1. Wie schön beschrieben – da fühle ich mich als Follower richtig gut verstanden. Vielen Dank für diesen Ansatz!😊
    Eva

  2. Sehr schön! Es gibt ein Tangopaar (2 Männer), die verwenden anstatt “Leader” und “Follower” die Begriffe “Proposer” und “Interpreter”. Wäre toll, wenn sich solche Begriffe durchsetzen würden, auch im Deutschen, es würde von Anfang an zu diesem Verständnis beitragen 🙂