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Ostern bedeutet auch Start und Raum fĂŒr Neues… đ€·ââïž
Keine Ahnung nur, wo ich diesen Raum hernehme! đ€
Dennoch weiter zum heutigen Thema…
Ich habe mit Conny neulich Lanz & Precht gehört.
Die beiden haben ĂŒber ein Thema gesprochen, das mich sofort an den Paartanz erinnert hat:
Individualismus vs. Gemeinschaft.
Die Frage, wann das „Ich“ wichtig ist â und wann es das „Wir“ zerstört.
Und ich dachte mir:
Das ist doch genau das, was auf jeder TanzflÀche passiert.
Wann wird aus „Wir“ ein „Ich“?
Du tanzt mit jemandem und merkst:
Da ist kein Dialog. Da ist eine Solo-Show mit Handkontakt aber ohne Connection.Â
Dein Partner stylt, groovt, performt. Sieht vielleicht sogar groĂartig aus. Aber du als Tanzpartner? Du kommst gar nicht vor.
Das ist der Moment, wo aus einem Paartanz ein Einzeltanz wird.
Den meisten fÀllt es gar nicht auf, dass es passiert.
Ausdruck ist etwas Wunderbares – solange er nicht alleine tanzt.
Bevor du jetzt denkst, ich bin vielleicht gegen Styling und persönlichen Ausdruck: Ganz im Gegenteil!
Ausdruck ist sogar eine der schönsten Sachen im Tanz. Dein Körper erzĂ€hlt eine Geschichte, du gehst in die Musik rein, du fĂŒhlst was. Dein GegenĂŒber SIEHT es, SPĂRT es, greift es auf. Reagiert darauf und dann es entsteht einfach mehr.
Das Problem beginnt erst, wenn Ausdruck so viel Raum einnimmt, dass fĂŒr den anderen kein Platz mehr bleibt.
Stell dir vor, du fĂŒhrst ein GesprĂ€ch. Du erzĂ€hlst leidenschaftlich, mit HĂ€nden und FĂŒĂen, voller Energie. Super!
Aber wenn du dabei nie zuhörst, nie eine Pause machst, nie fragst „Und was meinst du?“, bzw. nie auf die Reaktion wartest… dann ist das kein GesprĂ€ch mehr.
Dann ist das ein Monolog.
Und genau so passiert es immer wieder auf der TanzflÀche.
Und hier ist das Wichtige: Hin und wieder passiert – kein Problem. Das passiert uns allen.
Aber wenn es zum Muster wird, wenn das „Wir“ dauerhaft verdrĂ€ngt wird, dann stimmt die Balance nicht mehr.
Die Dosis macht das Gift.
Der einfachste Check der Welt
Wie merkst du, ob du gerade „fĂŒr dich“ tanzt oder „miteinander“?
Eine einzige Frage reicht:
SpĂŒre ich meinen Partner gerade oder tanze ich nur mich selbst?
Kreieren wir gemeinsam mehr oder stören wir einander dabei?
Das ist kein Vorwurf. Das ist ein ehrlicher Moment mit dir selbst.
Denn Freiheit und Ausdruck im Tanz und Aufmerksamkeit fĂŒr den Partner – das schlieĂt sich nicht aus. Im Gegenteil.
Die besten TĂ€nze, die du je hattest, waren wahrscheinlich genau die, wo beides gleichzeitig da war.
Dein Ausdruck leuchtet nach innen. Dein Fokus geht nach auĂen.
Und genau in dieser Balance entsteht etwas, das gröĂer ist als du alleine.
Im Tanz und im Leben…
Tanz soll den Menschen dienen – nicht dem einen Menschen!
Es gibt sogar Therapeuten und Coaches, die Paartanz genau deswegen als Werkzeug nutzen. Weil er wie unter einem Brennglas zeigt, wie wir mit anderen umgehen. Ob wir Raum geben oder Raum nehmen. Ob wir zuhören oder nur senden.
Und das finde ich faszinierend.
Denn Paartanz ist im Kern ein Gemeinschafts-Ritual. Zwei Menschen, die sich mit Hilfe von Musik und entsprechenden Tanzmoves aufeinander einlassen. Die sich verletzlich machen. Die gemeinsam etwas kreieren, das keiner von beiden alleine hinbekommen hĂ€tte…
Lange Rede, kurzer Sinn:
Dein Ausdruck darf da sein. Dein Styling darf leuchten. Deine MusikalitÀt darf fliegen.
Du sollst unbedingt daran arbeiten und diese Aspekte weiter entwickeln.
Aber all das wird erst wirklich magisch, wenn es dem „Wir“ dient â nicht nur dem „Ich“.
Also beim nÀchsten Tanz:
GenieĂe deinen Ausdruck. Und dann frag dich zwischendurch kurz: Wie geht's meinem GegenĂŒber gerade damit?
Das alleine verÀndert schon alles.
HĂ€ppy Dancing, Dado
P.S. Du hast viellieicht gemerkt, dass ich den Sonntags Newsletter umbenannt habe… Jetzt heisst es Social Dancing Sundays!
Soooo kreativ, ich weiĂ! đ
Aber der frĂŒhere Name (Social Dancing Snacks) war eigentlich echt passend!Â
Die kurzen Inspirationen und Impulse (Snacks) gibt es nach wie vor Mittwochs.
Sonntags darf ich etwas mehr ausholen und meinen Gedanken eine lĂ€ngere Leine geben. đ