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3 Regeln für eine stressfreie und harmonische Tanzbeziehung

Für alle, die ihre Tanzpartnerschaft erhalten, retten – oder überhaupt erst richtig ins Rollen bringen wollen!👇

Paartanz kann eine Beziehung unglaublich stärken – keine Frage.
Nur … das passiert nicht einfach so. Beziehungen werden dabei genauso herausgefordert, wie sie wachsen können.

Paartanz ist wie ein Verstärker: Er beschleunigt alles, was zwischen zwei Menschen ohnehin schon passiert – das Schöne, aber auch das Schwierige.
Plötzlich sind Eigenschaften sichtbar, die im Alltag oft untergehen. Wie kleine Macken, die im Tanzlicht plötzlich in 4K leuchten 😅

Und ehrlich – kaum jemand spricht über diesen Teil des Tanzens!

Wie schaffen wir es also, dass Tanzen unsere Beziehung stärkt, statt dass wir uns auf der Tanzfläche ständig über Kleinigkeiten zoffen?

Conny und ich haben über die Jahre 3 einfache, aber mächtige Regeln entwickelt, die uns geholfen haben, wieder mit Spaß und Genuss miteinander zu tanzen.
Und nein – das war nicht immer so!

Wir arbeiten ständig daran. Mal klappt’s besser, mal schlechter.
Aber wenn wir nicht aktiv dranbleiben, wird’s auf der Tanzfläche schnell zäh. (Oder anders gesagt: Dann tanzt nur noch der Stolz und das Ego, und diese haben selten Taktgefühl 🙈)

Diese Regeln haben uns – und vielen anderen Paaren, denen wir sie weitergegeben haben – enorm geholfen, Konflikte zu vermeiden und wieder echte Leichtigkeit ins Tanzen zu bringen.


Die Inspiration zum heutigen Thema bekam ich durch ein Coaching diese Woche mit einem sehr lieben und engagierten Tanzpärchen, dem diese Tipps enorm geholfen haben ihren gemeinsamen Tanzgenuss wieder zu entdecken.

Regel #1 (die wichtigste überhaupt)

Keine Korrekturen oder Feedbacks während des freien Social Dancings!

Feedback während des Tanzens ist wie ein Beziehungs-Gespräch mitten im Supermarkt – es endet selten gut.
Egal, was du oder dein Partner während des Tanzens anmerken wollt – lasst es!
Es bringt nichts. Es nervt beide. Es überfordert beide.
Und – shocking news! – es verbessert weder das Tanzen noch die Stimmung.

Was du bis zu diesem Moment gelernt hast, hast du gelernt.
Beim Social Dancing geht’s um eins: Genuss. Verbindung. Flow.

Also, mit viel Liebe aber direkt gesagt:
Haltet einfach beide die Klappe – und öffnet eure Herzen! ❤️
Das ist wie ein stiller Tanzvertrag: weniger „Feedback“, mehr Magie.

Regel #2

Sprich im Tanzkurs oder beim Üben in „ICH“- oder „WIR“-Form – nicht in „DU“!

Beispiele:

  • „Ich glaube, wir sind zu spät an dieser Stelle“ statt „Du bist zu langsam.“
  • Mir tut das weh“ statt „Du tust mir weh!“
  • „Ich spüre nicht, was ich hier tun soll“ statt „Du führst zu lasch!“

Das klingt banal – aber es verändert alles.
Plötzlich sitzt ihr auf derselben Seite des Tisches, schaut gemeinsam auf das Problem – statt euch gegenseitig anzukeifen.
Weniger Drama, mehr Rumba. ☺️🕺

Regel #3

Willst du recht haben – oder eine gute Beziehung führen? Beides geht nicht.
Recht haben im Tanz ist wie Salz im Kaffee – man kann’s machen, aber mit einem sehr bitteren Nachgeschmack (für bede Seiten).

Recht zu haben fühlt sich (kurzfristig) gut an. Das is so klar wie das Gras grün, Himmel blau und Einstein schlau ist!
Aber oft kostet es Harmonie – oder sogar Vertrauen.

Das schönste „Du hast recht“ ist, wenn es ungefragt kommt – nicht das, das man sich erkämpft.
Und dafür braucht’s Vertrauen: dass du genauso bereit bist, zuzuhören, wie du erwartest, gehört zu werden. Und dass du auch gegebenenfalls immer wieder sagst: „Stimmt, du hast recht gehabt!“
Das verschafft Vertrauen!

Wir vergessen leicht, dass wir ein Team sind – zwei Menschen, ein Rhythmus, eine Harmonie.
Und wer tanzen will, muss fühlen und zuhören wollen, nicht gewinnen wollen.
Es sei denn, du bist beim „Dancing with the Stars“-Finale – dann viel Glück 😄

Regel #4 (Bonus – aber Gold wert)

Vor allem bei Lebenspartnern gibt’s grundlegende Konfliktthemen, die immer wiederkehren.
Und nein – sie werden nicht auf der Tanzfläche und nicht im Tanzkurs gelöst. Dort hat man einfach keine Ressource, um annähernd zur Lösung zu kommen. Eher umgekehrt.

Gönnt euch ein ruhiges Gespräch, abseits der Tanzfläche.
Wenn ihr beide entspannt seid, frag liebevoll:
„Darf ich dir ein Feedback zum Tanzen geben, das mich schon länger beschäftigt?“

Warte auf eine positive Antwort (ansonsten zurückhalten) und dann Regel #2 anwenden – und atmen. 😉

Ich schreibe das jetzt so souverän, als wäre das alles für mich selbstverständlich.
Aber glaub mir: Ich selbst arbeite täglich an jedem dieser Punkte – manchmal mit mehr, manchmal mit weniger GRAZie. 😅

Ich hoffe, du tust es auch – deiner Tanzbeziehung zuliebe.
Und falls ja, sag mir unbedingt, ob eine (oder mehrere) dieser Regeln für dich funktioniert haben!

Häppy (stressfreies) Dancing!
Dado