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Die Null-Grad-Regel

„Hmmm… Dein Feedback stimmt nicht mit unserem „Gefühl“ überein.“

Das hat mir der Urs in einem unserer Coaching Calls gesagt.
Und er hat damit völlig recht gehabt.

Der (geübte) Beobachter von aussen sieht die Veränderung bzw. den Fortschritt. Die Lernenden selbst fühlen ihn ganz oft nicht.
Das ist das interessante Learning aus unseren vielen Einzel-Coachings und aus dem Salsa Flow-Programm.

Eine nachhaltige Veränderung im Tanzen braucht drei Dinge:
1) Einen klaren Weg zur Verbesserung, sprich einen Trainingsplan
2) Konsequent Umsetzung dieses Wegs. Tag für Tag, Woche für Woche.
3) Experten-Feedback von außen.

Aber dieser Weg wirkt oft nicht ganz klar.
Manchmal ist der Fortschritt spürbar und sichtbar. Ganz oft aber nicht – erst viel später.

Denn nur weil etwas heute nicht funktioniert, heißt das nicht, dass es immer so bleiben wird.

Dazu gibt es ein Bild, das ich am liebsten in jeden Tanzsaal hängen würde.

Stell dir vor, du wärmst einen Eiswürfel.

Minus acht Grad. Minus sechs. Minus vier. Minus zwei.

Es ändert sich nichts am Eiswürfel! Gar nix!

Und dann auf einmal… 
…Bei null schmilzt er.

Und die ganze Wärme davor? Die steckt im Würfel. Gespeichert.

Und genau da steckt das Gemeine: Minus zwei fühlt sich exakt gleich an wie minus acht.

Du merkst den Unterschied nicht. Bis der Würfel dann doch schmilzt.

Unsere Entwicklung beim Tanzen kommt oft so schleichend, dass wir uns an unser neues Level gewöhnt haben, bevor wir es überhaupt bemerken.
Wir vergleichen uns nämlich nicht mit uns von vor acht Wochen. Wir vergleichen uns mit dem, was heute noch nicht klappt. 🤷
Das ist ganz normal… aber nicht hilfreich…

Die Veränderung, der Fortschritt passiert oft eben genau dort, wo man nicht hingeschaut hat.
Wenn sie übersehen, was alles doch besser geworden ist, geben die meisten auf.

Wer bei minus zwei aufhört, wirft den Eiswürfel weg, kurz bevor er schmilzt.

Bleibt eine Frage:
Wie, zum Teufel, soll man minus zwei von minus acht unterscheiden, wenn sich beides gleich anfühlt?

Über das Gefühl wohl eher nicht. Das Gefühl trügt nämlich oft – in jegliche Richtung!
Manchmal glauben wir, dass wir ein Bewegungskonzept verstanden und umgesetzt haben – dabei ist das Gegenteil der Fall!
Das tut weh!
Da kommt eben das Experten Feedback ins Spiel. 
Aber was, wenn man so jemanden nicht hat?
Das Nächstbeste: Video!

Deswegen halten wir unsere Leute in den Coaching-Programmen dazu an, sich zu filmen und ihre Videos zu analysieren. Möglichst regelmäßig. Und die alten Videos aufzuheben, um sie miteinander zu vergleichen.

Einen Satz sage ich diesen Programmen bis heute oft:
„Schade, dass ihr euch nicht VOR dem Start gefilmt habt.“🙈
Denn wer sich vier Wochen später das alte Video anschaut, erlebt ein blaues Wunder.

Und ganz nebenbei:
Die Paare, die ihre Einreich-Videos möglichst jede Woche an uns geschickt haben, haben mit Abstand die meisten Fortschritte gemacht.

Du brauchst dafür kein teueres Equipment:
Handy aufstellen. Zwei Minuten tanzen. Kurz anschauen und analysieren…
Daran arbeiten und in acht Wochen schaust du es dir nochmal an.

Und wenn du gerade das Gefühl hast, du trittst auf der Stelle, obwohl du so viel an deiner Verbesserung arbeitest:
Du stehst höchstwahrscheinlich gerade bei minus zwei Grad. 🎯

Und wenn du gar nicht daran arbeitest… 
Tja… dann ist die Antwort eh klar – starte jetzt.

Von nix kommt nix. Aber von ganz wenig, dafür regelmäßig, kommt überraschend viel. 😉

Häppy Dancing,
Dado

P.S.

Hier sind (unter anderem) 3 Wege, wie wir dir helfen können, mehr Gefühl und Geschmeidigkeit in deinem Tanzen zu erleben:

1. Abonniere unseren YouTube-Kanal und schau dir einige unserer hilfreichen Tutorials an.

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