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Warum tanzen wir?

An diesem Sonntag Morgen möchte ich (Conny) einige Gedanken mit dir teilen und würden mich auch freuen, wenn deine Gedanken und Überlegungen dazu kommen…

Wir fragen uns immer wieder, warum wir uns für den Tanz als Beruf entschieden haben und beobachten bzw. hören zu, warum sich Menschen für das Tanzen entscheiden…warum sie es lieben…warum sie es als fixen Bestandteil in ihr Leben integrieren.

Es ist spannend und so vielschichtig, dass es schwer in Worte zu fassen ist. An diesem Punkt werden sich sicher einige fragen, warum man überhaupt darüber nachdenken sollte – einfach genießen und los gehts, oder?! 😉

Manchmal ist es aber gut, über die Beweggründe nachzudenken, weil es hilft, sich selbst besser kennen zu lernen, und es hilft herauszufinden, welche(r) Mensch/TänzerIn man sein möchte…und wo man sich gerade befindet…

Am Ende gibt es auch eine kleine Aufgabe…einen kleinen Test.;-)

Am Anfang war die Musik

Ein zentrales Element ist natürlich die Musik. Diese Schwingung, die die Gefühle der Menschen beeinflusst. Musik vermittelt und inspiriert Emotionen, ohne etwas konkret in Worten ausdrücken zu müssen. Musik kreiert ein Lebensgefühl, nährt die tiefen Bedürfnisse eines Menschen und kitzelt an den Sehnsüchten. Menschen, die die selbe Musik in einem Raum hören, nähern sich an eine Grundschwingung an, die sie zusammen schweißt.

Du bist sicher schon einmal über einen öffentlichen Platz gegangen, an dem ein Straßenmusiker eine besonders berührende Musik gespielt hat. Viele Menschen sehen von ihrem Alltagstrott auf, bleiben in ihrer Hektik stehen, lauschen und oft umspielt ein Glänzen und Glitzern ihre Augen – Musik verändert…kreiert…erschafft…

Und der Tanz verstärkt, potenziert und vervollständigt diesen Ausdruck der Musik und lässt den Körper diese Schwingungen noch intensiver inhalieren.

Trotzdem sind die Beweggründe für Tanz sehr unterschiedlich. Manche möchten sich einfach sportlich betätigen, manche wieder unter Leute kommen, wieder andere den Alltag vergessen, viele ihren Selbstwert polieren oder gar überhaupt finden und einige Paare damit ihrer Beziehung wieder frischen Wind einhauchen, und und und…

Und jeder Grund ist in Ordnung! Wirklich! Es ist sogar schön, dass Tanz so viele Möglichkeiten hat, dem Menschen zu dienen…dem Menschen Nähe zu einem anderen Menschen zu geben. Im Tango z.B. sich zu umarmen, im Salsa miteinander abzushaken und im Lindy Hop sich spielerisch auszutauschen. Und gleichzeitig könnte man sogar auch im Tango mal abshaken (jaaaa, das geht), in Salsa die Sinnlichkeit verspüren und im Lindy Hop eine tiefe Connection aufbauen. Alles geht…

Genau das macht den Reiz aus.

Aber…es gibt noch eine Ebene, die man sich – vor allem dann, wenn man schon länger tanzt – ansehen sollte.

Verwende ich den Tanz als etwas Öffnendes und Gebendes oder dafür, meinem Ego, meinem Machtbedürfnis und meinen Unsicherheiten eine Bühne zu geben? Eine der wichtigsten und schmerzvollsten Frage ist: Was kompensiere ich im Tanz?

Es wäre für mich ganz in Ordnung, wenn du jetzt aufhören würdest, den Artikel zu lesen, um dir über diese Fragen Gedanken zu machen. Es macht mir gar nichts. Überhaupt nicht. Es ist sogar der Sinn dieses Artikels. 😉

Wie ein Mensch im Leben ist, so ist er (in den meisten Fällen) auch im Tanz. Bin ich wertschätzend, achtsam, dankbar? Begegne ich Menschen mit Respekt und Offenheit? Ist es mir wichtig, wie es auch anderen Menschen – meinem Tanzpartner oder anderen Tanzpaaren um mich herum – im Tanzen geht? Und…bin ich auch mit mir ganz alleine glücklich?

Der Tanz kann den Weg zu sich selbst und anderen Menschen erleichtern. Verwendet man diesen aber aus einem Mangel heraus, ohne bereit zu sein, diesen Mangel zuerst einmal zu definieren und dann in sich selbst zu beheben, so wird der Tanz oft zu einem Instrument, das einem selbst und anderen Menschen nicht die Freude bringt, die er bringen könnte und die man sich wünscht.

Dado würde jetzt sagen: „willst du Freude begegnen, trage sie in dir und strahle Freude aus!“

Auch wenn wahr, ist es mir mehr als bewusst, wie schwer uns das manchmal fällt. Wir alle tragen Freude in und mit uns. Sie ist nur nicht immer sichtbar, weil sie von anderen Emotionen oft überdeckt wird. Von den Ängsten, Unsicherheiten, Ärger, Zweifel… Das ist völlig in Ordnung.

Es haben schon einige weise Leute bewiesen, wir sind nicht unsere Gefühle! Wir Menschen haben eine einzigartige Gabe der Selbstwahrnehmung und wir können uns entscheiden, uns anders zu fühlen und dementsprechend anders zu handeln.
Theoretisch…

Ich lasse diese Behauptung einfach jetzt im Raum stehen und lass dich selbst entscheiden, ob sie für dich wahr ist oder nicht…

Tanz mit Leistung zu verbinden ist toll, denn es zeigt wozu der menschliche Geist und der Körper fähig sind. Tanz mit Liebe zu verbinden…vor allem zu sich selbst und anderen Menschen gegenüber, ist wie eine Welle die sich verbreitet und die Welt ein Stückchen schöner macht.

Wenn du mir bis dahin gefolgt bist, dann sage ich danke – denn ich weiß, dass diese Gedanken keine einfache Kost sind.

Als eine Belohnung, dass du es so weit geschafft hast, kommt jetzt ein kleiner Test für dich. 🙂

Schalte deine Lieblingsmusik ein, schließe die Augen und tanze. In deinen Gedanken oder tatsächlich…Brauchst du dazu jemanden anderen oder hast du auch einfach Freude im Tanz mit dir selbst?

Das ist eine entscheidende Frage, die sich jeder für sich selbst beantworten sollte. Dies ist oft die Antwort auf all die Erlebnisse, denen man im Tanzen begegnet. Dies ist oft die Antwort auf die entscheidende Frage, warum tanze ich? Was tut es für mich? Und vor allem, was bringe ich hinein? Was ist mein Beitrag?

Und das schönste daran ist… das ist auch ein Weg, sich im Tanzen zu verbessern, denn der Körper wird durch deinen Geist und deine Intention geleitet… er wird sich mit den eigenen Bewegungen immer selbstbewusster und wohler fühlen und über das Wohlgefühl wird so manche Grenze leichter verschoben… 😉

Und wie jede andere liebevolle Energie wird sie noch int

Diese Zeilen sind einfach so aus mir rausgepurzelt…vielleicht nützen sie jemandem oder bringen auch den einen oder anderen besonderen Glücksmoment in einem Wohnzimmer, in der Küche, im Urlaub oder wo auch immer man gerade ist.

Ich würde mich sehr über eure Meinung und Erfahrung dazu freuen.

Der folgende Spruch war selten treffender als in diesem Artikel:

Dance And Make A Difference,

Conny

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