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„Beim Tanzen hat es sich gut angefühlt, aber dann…“

Letzten Sonntag ging es ums „Gefühl“...
Genauer: warum dein Gefühl beim Tanzen ein ziemlich unzuverlässiges Thermometer ist.

Heute gehe ich einen Schritt weiter.

Denn wenn das Gefühl so unzuverlässig ist…

Wer sagt dir dann, wo du tänzerisch wirklich stehst?

„Mein Tanzen fühlt sich besser an, als es im Video aussieht!“

Das hören ich oft von meinen Klienten im Coaching bzw von den Teilnehmenden des Salsa Flow-Pogramms.

„Mein Gott, ist mein Oberkörper unbeweglich!“ sagte mir Michi, als er mir sein Video zur Analyse geschickt hat.
„Dabei hat es sich so gut beim Tanzen angefühlt!“ 

Kennst du dieses Gefühl?

Zwei Gefühle. Ein Tanz.
Welches der Gefühle ist jetzt richtig, fragt man sich! 🤷‍♂️
Keines der beiden ist wirklich hilfreich…

Die Sache in Michis Fall war, dass er im Video mit einer richtig guten Tänzerin getanzt hat, die nämlich fast jede ungenaue Führung kompensiert hat – und ihn dabei auch noch lieb angelächelt. 😅 Da fühlt sich ein Leader wie ein Weltmeister. Schön für den Moment. 
Für eine ehrliche Standortbestimmung leider völlig unbrauchbar.

Bei der Video-Analyse hat dann die innere Kritiker-Stimme übernommen.
„Gott, wie sieht denn das aus!?🙈“

Das war natürlich auch nicht hilfreich!

Aber vor allem etwas hat Michi komplett übersehen:
Es gab sehr wohl eine große Verbesserung. Er hat sich nämlich seit der letzten Video-Einreichung viel fliessender bewegt.

„Das, mein Lieber, ist ein Quantensprung!“, habe ich ihm gesagt.

Und das Beste daran: Sobald unten alles fließt, wirkt auch der Oberkörper viel weniger steif. Diese Bewegungsqualität braucht nur etwas Zeit, bis man sie auf der Tanzfläche voll ausschöpft!

Die Richtung hat also sehr wohl gestimmt. Das ist wichtig!
Er hat sie nur selbst vor lauter Emotionen nicht gesehen.

Ich habe ihm im Feedback-Call dann auch erklärt, wofür er mich eigentlich an seiner Seite hat: 
Ich beurteile sein Tanzen ohne seinen emotionalen Rucksack auf sein Tanzen. Objektiv, mit Ahnung vom Tanzen und mit ganz viel Sympathie für ihn – statt destruktive Kritik.

Scheuklappen haben wir alle

Michael ist damit in bester Gesellschaft.

Wir alle haben Scheuklappen, wenn es um unsere eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen geht.
Ich übrigens auch. Deswegen hole ich mir selbst regelmäßig einen Blick von außen – in mehreren Coaching-Programmen, bei denen ich Teilnehmer bin.

Wieso?

Weil ich auch sonst in der Analyse-Paralyse lande. Wir grübeln, zweifeln, vergleichen, diskutieren… und kommen dabei keinen Meter weiter.
Da ist es super hilfreich jemanden an der Seite zu haben, der sagt: „Dorthin“!

Ein anderes Pärchen aus dem Flow-Programm, ganz frisch gestartet.

Sie sagt: „Ich bin immer langsam und fühle mich so hölzern.“
Er sagt: „Sie sagt ja immer, ich mache es mit Kraft. Aber das stimmt nicht!“

Kommt dir diese Diskussion irgendwie bekannt vor? 😉

Sie hatten eigentlich beide Recht, haben sich aber im Kreis gedreht. Richtig oder falsch war da nämlich gar nicht das Wichtige. Die zwei brauchten einfach jemanden, der sagt: „Da geht's lang!“

So sieht gutes Feedback aus

Ganz konkret heißt das: Ein gutes, persönliches Feedback hat für mich drei Teile.

1. Störungen aufdecken, die schnell aus der Welt geschafft werden können.
Die Quick Wins. Die motivieren und geben das Gefühl von Fortschritt.
Kleine Dinge, die dir gerade unnötig im Weg stehen. 
Bei den beiden waren es z.B. zu große Schritte und damit eine unkontrollierte Körperbewegung und Führung. 
Kleiner tanzen und früher einbremsen – und das Zu-spät-Gefühl war schon spürbar weniger. Quick-Win = ✔!

2. Blockaden aufdecken, die tiefer sitzen.
Diese brauchen länger, um gelöst zu werden.
Dafür heben sie, wenn sie gelöst werden, dein ganzes Tanzen auf ein neues Level.
Bei den beiden war es eine dauerhafte Rücklage. Wer mit dem Gewicht hinten hängt, dessen Körper schaltet in den Survival Mode: Die Muskeln halten fest, alles wird hölzern – und Tanzen wirkt abgemüht und träge. 
Leicht zu verstehen.
Aber im Tanz, unter Stress, mit Drehungen und Musik, gar nicht so leicht zu erreichen. Es dauert eben länger, um diese allgemeine Bewegungsqualität zu verbessern.
Aber es ist die beste Investition!

3. Konkrete Übungen, die dich zum Ziel bringen.
Damit du weißt, was du ab morgen tust.
Kleine Schritte bringen dich zu großen Zielen.
Es ist wirklich so einfach!

Was Gruppenunterricht kann – und wo er aufhört

Im Gruppenunterricht geben wir Instruktoren Hinweise und Instruktionen, die für die meisten im Raum gelten. Das ist gut so und das ist auch wichtig.

Manche brauchen mehr davon. Manche weniger. Die einen sind schneller dran – die anderen brauchen viel länger.
Und manche brauchen etwas ganz anderes – was in der Stunde gar nicht vorkommt. Und sie bewegen sich damit nie vom Fleck.

Stell dir den Gruppenunterricht wie eine Landkarte vor. Da sind alle Straßen drauf, alle Wege, alle Abzweigungen. Super hilfreich für den Überblick!

Nur weiß die Landkarte nicht, wo DU gerade stehst.

Ein Navi-Gerät wiederum fragt als Allererstes nach deinem Standort. Erst dann sagt es dir: „In 200 Metern rechts abbiegen.“

Dein Standort – das ist dein Status quo.
Und genau den kannst du von innen am schlechtesten ablesen.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Wenn dir wichtig ist, dass deine eigenen tänzerischen Engpässe und Blockaden aufgedeckt und gelöst werden, führt eigentlich kein Weg an einem persönlichen Feedback vorbei.

Die Abkürzung

Genau deswegen steckt im Salsa Flow Online-Kurs ein persönliches Video-Feedback.
Die Teilnehmenden schicken uns ihr Tanz-Video, und wir sagen ihnen, was SIE persönlich als Erstes weiterbringt. 
Deine Quick Wins, deine tiefere Baustelle, deine Übungen. Dazu kommt zu einem späteren Zeitpunkt im Programm auch ein 20-Minuten-Call, in dem wir gemeinsam klären, wo du stehst und was als Nächstes dran ist.

Du kannst natürlich auch weiter nach allgemeinen Tipps (aus YouTube und Co) trainieren und hoffen, dass dein Gefühl richtig liegt.

Oder du nimmst die Abkürzung. 😉

Noch drei Tage gibt's den Salsa Flow-Kurs zum halben Preis, by the way…
Meine ich nur…

Eine Frage zum Schluss:
Weißt du, was DEIN nächster Schritt beim Tanzen ist, um deinen Tanzzielen näher zu kommen?

Wenn ja – super, leg los!
Und wenn du unsicher und unklar bist: Dann ist es Zeit für einen Blick von außen. 🎯
Suche nach jemandem, der nicht nur Moves unterrichtet, sondern auch Ahnung über Bewegungsqualität hat und frage diese Person nach einer Einzelstunde. 
Best investiertes Geld!
Es ist kein Garant für den Erfolg – aber es öffnet dir den Weg dorthin.

Häppy Dancing,
Dado